Häufigkeit und Bedeutung
Blutgruppe A positiv ist in Deutschland die häufigste: 37 von 100 Menschen tragen sie. Auf den roten Blutkörperchen sitzt das A-Antigen, außerdem ist der Rhesus-Faktor D vorhanden. Im Blutplasma zirkulieren Antikörper gegen B. Blut der Gruppen B oder AB ist für A-positive Menschen nicht verträglich.
| Eigenschaft | Angabe |
|---|---|
| Blutgruppe | A positiv |
| Häufigkeit Deutschland | 37 % |
| Häufigkeit weltweit | ca. 34 % |
| Spenden an | A+, AB+ |
| Empfangen von | A+, A-, 0+, 0- |
Wie wird die Blutgruppe bestimmt?
Jede Blutgruppe wird durch zwei Systeme festgelegt: das ABO-System und das Rhesus-System. Das ABO-System geht auf den Mediziner Karl Landsteiner zurück, der 1901 die ersten Blutgruppen beschrieb und dafür 1930 den Nobelpreis für Medizin erhielt.
Im ABO-System entscheiden Antigene auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen, ob jemand A, B, AB oder 0 hat. Im Blutplasma befinden sich spiegelbildlich dazu Antikörper gegen die fehlenden Antigene. Das macht inkompatible Transfusionen gefährlich: Fremde Antigene lösen eine Immunreaktion aus, die zur Zerstörung der übertragenen Blutzellen führt.
Der Rhesus-Faktor bezeichnet das Vorhandensein des D-Antigens. Wer es hat, ist Rhesus positiv. Wer es nicht hat, Rhesus negativ. Etwa 85 Prozent der Deutschen sind Rhesus positiv.
Wer kann spenden, wer kann empfangen?
Bei Transfusionen ist die genaue Übereinstimmung von ABO-Gruppe und Rhesus-Faktor entscheidend. Wird inkompatibles Blut übertragen, reagiert das Immunsystem des Empfängers mit Antikörpern gegen die fremden Antigene. Diese Reaktion kann lebensbedrohlich sein.
Menschen mit A positiv können Erythrozyten von A+, A-, 0+, 0- empfangen und an A+, AB+ spenden.
Wie wird A positiv vererbt?
Blutgruppen werden nach den Mendelschen Regeln vererbt. Jedes Elternteil gibt ein ABO-Merkmal weiter. A und B sind dominant gegenüber 0, stehen aber gleichrangig zueinander. Wer von einem Elternteil A und vom anderen 0 erbt, hat Blutgruppe A. Das 0 bleibt verborgen.
Rhesus positiv ist dominant gegenüber negativ. Wer von beiden Elternteilen das negative Merkmal erbt, ist Rhesus negativ. Die genaue Ableitung lässt sich über den Blutgruppen-Rechner des BRK-Blutspendedienstes durchführen.