Blutgruppe A negativ

Nur 6 Prozent der Deutschen sind A negativ. Für Rh-negative Patienten ist diese Gruppe unverzichtbar.

6 %
Deutschland
ca. 6 %
Weltweit
neg.
Rhesus-Faktor
Blutgruppe A negativ

Häufigkeit und Bedeutung

Blutgruppe A negativ kommt bei 6 Prozent der deutschen Bevölkerung vor. Wie alle negativen Blutgruppen ist sie selten, aber medizinisch besonders wichtig: Rhesus-negative Patienten dürfen ausschließlich Rhesus-negatives Blut empfangen. A negativ zählt damit zu den am dringendsten benötigten Spendergruppen.

EigenschaftAngabe
BlutgruppeA negativ
Häufigkeit Deutschland6 %
Häufigkeit weltweitca. 6 %
Spenden anA+, A-, AB+, AB-
Empfangen vonA- und 0-
Häufigkeit und Transfusionseignung, Blutgruppe A negativ
Das ABO-System

Wie wird die Blutgruppe bestimmt?

Jede Blutgruppe wird durch zwei Systeme festgelegt: das ABO-System und das Rhesus-System. Das ABO-System geht auf den Mediziner Karl Landsteiner zurück, der 1901 die ersten Blutgruppen beschrieb und dafür 1930 den Nobelpreis für Medizin erhielt.

Im ABO-System entscheiden Antigene auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen, ob jemand A, B, AB oder 0 hat. Im Blutplasma befinden sich spiegelbildlich dazu Antikörper gegen die fehlenden Antigene. Das macht inkompatible Transfusionen gefährlich: Fremde Antigene lösen eine Immunreaktion aus, die zur Zerstörung der übertragenen Blutzellen führt.

Der Rhesus-Faktor bezeichnet das Vorhandensein des D-Antigens. Wer es hat, ist Rhesus positiv. Wer es nicht hat, Rhesus negativ. Etwa 85 Prozent der Deutschen sind Rhesus positiv.

Transfusion

Wer kann spenden, wer kann empfangen?

Bei Transfusionen ist die genaue Übereinstimmung von ABO-Gruppe und Rhesus-Faktor entscheidend. Wird inkompatibles Blut übertragen, reagiert das Immunsystem des Empfängers mit Antikörpern gegen die fremden Antigene. Diese Reaktion kann lebensbedrohlich sein.

Menschen mit A negativ können Erythrozyten von A- und 0- empfangen und an A+, A-, AB+, AB- spenden.

Vererbung

Wie wird A negativ vererbt?

Blutgruppen werden nach den Mendelschen Regeln vererbt. Jedes Elternteil gibt ein ABO-Merkmal weiter. A und B sind dominant gegenüber 0, stehen aber gleichrangig zueinander. Wer von einem Elternteil A und vom anderen 0 erbt, hat Blutgruppe A. Das 0 bleibt verborgen.

Rhesus positiv ist dominant gegenüber negativ. Wer von beiden Elternteilen das negative Merkmal erbt, ist Rhesus negativ. Die genaue Ableitung lässt sich über den Blutgruppen-Rechner des BRK-Blutspendedienstes durchführen.

Häufige Fragen

Was bedeutet Rhesus negativ bei Blutgruppe A?
Rhesus negativ bedeutet, dass das D-Antigen auf den Blutzellen fehlt. Rh-negative Menschen dürfen kein Rh-positives Blut erhalten, weil ihr Immunsystem sonst Antikörper bildet.
Welches Blut kann A negativ empfangen?
A negativ verträgt A negativ und 0 negativ. Kein Rhesus-positives Blut. Das gilt auch im Notfall.
Warum ist A negativ als Spender besonders gefragt?
Weil nur 6 % diese Gruppe haben. Rh-negative Patienten brauchen zwingend Rh-negatives Blut. Der Pool an Spendern ist klein.
Ist A negativ in der Schwangerschaft relevant?
Ja. Wenn eine Rh-negative Mutter ein Rh-positives Kind erwartet, kann es zur Rhesus-Unverträglichkeit kommen. Heute wird das durch eine Anti-D-Prophylaxe in der Vorsorge zuverlässig verhindert.